Geldadel

Vom schweren Beruf der Erbin

Mit scharfem Blick seziert die Zürcher Schriftstellerin Isolde Schaad die Welt der Reichen und Superreichen in Zürich. Im Mittelpunkt steht dabei die Bührle-Erbin, Hortense Anda-Bührle. Schaads Text, 1981 entstanden, hat noch heute Gültigkeit. Er entlarvt mit anthropologisch geschultem Blick den Umgang der Schweiz mit Superreichen. Dieser Hofknicks vor den Reichen lässt sich Im Vorfeld der Abstimmung über die Abschaffung der Pauschalsteuer wieder sehr schön beobachten.

«Seit dem Eintritt der Zivilisation ist das Wachstum des Reichtums so ungeheuer geworden, seine Formen so verschiedenartig, seine Anwendung so umfassend und seine Verwaltung so geschickt, im Interesse der Eigentümer, dass dieser Reichtum dem Volk gegenüber eine nicht zu bewältigende Macht geworden ist. Der Menschengeist steht ratlos und gebannt da vor seiner eignen Schöpfung.» L. H. Morgan (amerikanischer Ethnologe 1818- 1881) in «Ancient Society»

Im Lichte der Wissenschaft vom Menschen Laudatio für Hortense Anda, geb. Bührle

Es gibt Themen, die entziehen sich nicht nur exakter Datierung, sondern auch unserer Vorstellungskraft, weil das Neue nicht einfach die Fortsetzung des Bekannten ist, mit Bildern zu veranschaulichen, sondern mit nichts zu vergleichen. Das Thema spinnt sich in einen Kokon von Legenden und wird darin zum Mythos, kommt als Mythos in die Jahre – es sei denn, es werde unverhofft vom Blitz der Weltgeschichte getroffen.

Ohne Ihnen, verehrte Jubilarin Anda, geb. Bührle, nahetreten zu wollen: Sie sind ein solches Thema, ein Thema, das seinesgleichen sucht. Ein Blitz traf, wenn schon, Ihre Firma. Die Waffenausfuhrinitiative streifte den Ärmel Ihres Herrn Bruders – doch Sie als Thema blieben rein. Ihre Publicity-Scheu entzieht Sie der öffentlichen Meinungsbildung und macht Sie reizlos. Sie sind reich, sehr reich, steinreich. Da niemand etwas Genaues über sie als Mensch zu sagen weiss, respektive niemand etwas von Ihnen als Person zu wissen scheint – verkörpern Sie sozusagen die Idee des Reichtums, allerdings die schweizerischsolide Variante. Wie die Haushälterin Ihrer Freundin Vreneli Mumenthaler, Gattin des Redressement-National-Präsidenten meint, sei es «gföörli, über riichi Lüüt öppis zäge», da sie sehr empfindlich seien.

Ihr Reichtum liegt also jenseits unseres Fassungsvermögens. Selbst wenn Sie dessen Last mit Spenden und Stiftungen abzuwerfen suchen, damit Ihnen und Ihrem Steuerberater ein wenig leichter werden, dann wirkt das wie abgeworfener Sand auf einer Ballonfahrt: es vergrössert den Abstand von uns zu Ihnen noch mehr.

Umsonst versuchen die Leiter Ihrer Firmen, etwa beim Bührleschen Artemis Verlag, eine Kultur zu produzieren, die, wie sie sagen, «auf dem Teppich bleibt», denn die Dimension Ihres Kapitals reicht in den Kosmos, bis in die Antike zurück und geht stets «mit Goethe durchs Jahr» (Kalender, Luxusausgabe in Leder Fr. 22.80). So lauten die Artemis-Titel 1980: Schachspiel der Götter, Zum Mond und darüber hinweg, Leibesübungen im alten Athen, Euböische Idyllen, Max und Moritz auf griechisch, Plisch et Plum auf lateinisch in der Reihe «Lebendige Antike».

Sie sind, verehrte Jubilarin, Hauptaktionärin von über 100 Firmen eines Konzerns mit einem 4-Milliarden-Umsatz: angesichts solch handfester Zahlen verbittet sich der Märchenton. Es wäre dilettantisch, von Ihnen als von einer Goldmarie zu reden, die Garn zu Gold spinnt. Auch ist das Muster des Werdegangs vom Geld Ihrer Familie, die Verwandtschaft von Geld und Geist, zu kleinkariert und übersichtlich, um mit dem amerikanischen Selfmade-Traum begriffsfest gemacht zu werden. Wir wollen der Volksweisheit glauben, dass Geld allein nicht glücklich macht, und wir sehen Sie, verehrte Jubilarin, als ein Opfer der sozialen Marktwirtschaft, die zwar am Busen des freien Unternehmertums genährt wird und daran erstarkt, die aber deren Ammen übellohnt und einem schlechten Leumund aussetzt. Geld ist bei uns besonders schmutzig. Man spricht, wenn man’s hat, nicht davon. Darüber hat sich schon Ihr Herr Vater beschwert, dessen Geld, verehrte Jubilarin, Sie seit 25 Jahren nicht glücklicher macht.

Dabei hat Ihr Herr Vater sel. nicht irgendein Pulver erfunden und zu kulanten Preisen verschossen, sondern schweizerisches Qualitäts-Pulver, trocken und mit Kultur abgeschmeckt, und wenn, verehrte Jubilarin, in diesen Tagen der Firmen-Feiern Ihres Konzerns je das Wort «blutrot» fallen sollte, dann ist gewiss nichts anderes gemeint als die Farbe jener berühmten Weste des Cezanneschen Knabenporträts mit überlangem Arm. Es ist ein Prunkstück der Sammlung Ihres Vaters, das Sie entgegen seiner Vorstellung nicht dem Zürcher Kunsthaus vermachten, vielleicht aus Gründen eines möglicherweise irreführenden Symbolgehalts. Es fiel Ihnen gewiss schwer genug. Wir dürfen Sie in dieser Hinsicht, verehrte Erbin, beruhigen, denn wir gehen davon aus, dass heute jeder Halbgebildete weiss, das Krieg und Kultur einander bedingen, ja, dass der Krieg die Kultur überhaupt erst hervorgebracht hat, man denke nur an Heraklit und die alten Griechen.

Sie machen uns, verehrte Jubilarin, die Würdigung nicht eben leicht, denn wir wissen nicht genau, wieviel Geld Sie haben. Wir können nicht mit Sicherheit sagen, dass Sie die reichste Frau der Schweiz sind, des reichsten Landes der Welt. Der Superlativ, der uns vieles erleichtern würde, indem er Differenzierungen erübrigt, steht uns nicht zu. Aber wir wissen, wenn wir heute von der Beschaffenheit Ihres Erbes ausführlich sprechen, dass das Wort «Vermögen» dafür zu schäbig ist; denn Ihr Erbe ist, wie wir wissen und schätzen, viel mehr als ein Erbe: es ist ein helvetisches Vermächtnis. Wenn gewisse subversive Kreise behaupten, dass Ihr Geld ein unanständiges Geld sei, ist das nur eine Zumutung von Neidern. Dort nämlich, wo Ihr Geld allenfalls unanständig zu werden droht, in Südafrika oder in Lateinamerika, hat es noch längst nichts mit Ihrer Person zu tun, und bis es zu Ihnen persönlich gelangt, hat es der Kapitalfluss reingewaschen.

Im Unterschied zu andern Berufserbinnen, etwa der bundesdeutschen Henkel-Erbin Gabriele oder der Reeders-Tochter Onassis, denken Sie haushälterisch-redlich und prahlen nicht mit Ihrem Volksvermögen von schätzungsweise 800 Millionen Schweizerfranken. Sie halten sich bescheiden zurück, wann immer die öffentliche Hand in ihrer Vulgarität zugreifen will. Ihr Reichtum könnte Berge versetzen, etwa den Pfannenstiel, den Sie zu einem gewissen Teil besitzen, und doch pflegen sie als Tochter der Stadt Zwinglis einen puritanischen Umgang mit Ihren Gütern. Man bekommt Sie, gemessen an Ihrer Berühmtheit, selten zu Gesicht. Diese Gesichtslosigkeit von Leuten Ihres gesellschaftlichen Ranges ist einmalig in der Welt, seit der amerikanische Milliardär Howard Hughes gestorben ist. Als Tochter eines grossen Vaters, dem nicht nur die Stadt Zürich ein halbes Kunsthaus, sondern was ungleich kostbarer ist, die Schweiz einen Ruf verdankt, haben Sie von Kindesbeinen an gelernt, der Öffentlichkeit mit ihren masslosen Ansprüchen Grenzen zu setzen. Es waren «nicht Kreti und Pleti», die von der Freien Schule damals mit Ihnen nachhause kommen durften, um im Schwimmbad zu planschen, sondern ein paar Freundinnen aus anständigen Verhältnissen, die noch heute, fast ein halbes Jahrhundert später betonen, welch nettes, bescheidenes Kind Sie waren, «jemand sehr lieber» jedenfalls.

Ihre Anonymität: nicht dass wir das im Sinne von Bedeutungslosigkeit meinen, nein, wir möchten Sie, verehrte Erbin, wenn wir Sie «gesichtslos» nennen, vielmehr mit einer Sonne vergleichen, in die man nicht blicken kann, in deren Glanz man sich nichtsdestoweniger sonnt – in gebührendem Abstand. So beleuchtet Ihr Erbe die Schweiz, und Tausende dürfen sich in der Abwärme Ihres Reichtums vergnügen (mehr als 35’000 Beschäftigte).

Wer aber so naseweis ist, wer zu hoch hinaus will, um das Antlitz der Macht zu schauen, deren Lächeln Sie sind, verehrte Frau, wird von seinem Glanz geblendet und fällt wie einst Ikarus zutode, oder zumindest tief – zurück an die Basis. (Wir haben es bei den Recherchen schmerzhaft erfahren.) Gleichwohl geht es uns darum, öffentlich zu bekennen, dass wir Sie für unsere heimliche first lady halten. Nicht nur, weil Sie ein heimliches, nämlich das eigentliche Imperium Schweiz verwalten lassen, sondern vor allem wegen Ihrer gesellschaftlichen Umgangsformen. Stets halten Sie den angemessenen Abstand zur Plebs, zum gemeinen Volk, wahren Diskretion – im Gegensatz zu unsern Bundesratsgattinnen, die jeder hergelaufene Journalist interviewen kann.

Sie verstehen, Ihre Bestimmungen zum Höheren zu einer sprichwörtlichen Unerreichbarkeit zu kultivieren. Recht so: eine richtige firstlady, so finden wir, sollte für den Fussgänger nicht zu sprechen sein. Wie Sie aufs Eindrücklichste zu demonstrieren verstehen, ist eine richtige firstlady stets von einem Hofstaat geschützt. Zur Leibwache einer echten firstlady gehören nicht nur bodygards, Chauffeure, Zofen, die Maniküre und die Pediküre, die Friseuse und das Kindermädchen, sondern vor allem ein feldwebelartiges Faktotum, das die Agenda der firstlady führt und jederzeit auch über das notwendige Taktgefühl verfügt, Besuchern und Anrufern zu erklären, die firstlady befinde sich gerade in Übersee, wenn sie sich auf der Toilette befindet.

Das sind Gaben, die unsere Bundesratsgattinnen vermissen lassen, aber wir haben ja auch nie einen richtigen Adel gehabt in der Schweiz, geschweige denn einen Royalismus, der solch höfische Souveränität einbleute. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Sie als Enkelin eines deutschen Bankiers, und Tochter eines deutschstämmigen musischen Waffenschmiedes die schweizerischen Voraussetzungen zur Trumpf-Dame des Landes am besten erfüllen. Denn das Deutsche in uns haben wir stets als den besten Teil des Schweizerischen empfunden. Die Eignung zur Landesverwahrung fehlt unsern Bundesratsgattinnen, solange man noch mit ihnen telefonieren kann.

Wenn wir Ihnen, verehrte Frau Anda, heute den Vorrang der Würdigung geben, so geschieht das nicht aus Galanterie, sondern im Gegenteil darum, weil Sie stets Ihren Mann zu stellen wussten. Als Tochter eines Vaters, der zu einer Zeit aufwuchs, da man den Krieg noch als das pflegte, was er war und ist, als mannhaftes, in unserem Fall winkelriedsches Handwerk. Dass man es unterstützte, wo es als echtes Brauchtum vorkommt, etwa im Iran des Schahs oder im China Tschiang Kai-Scheks, ist eine kulturelle Leistung, die auch vom völkerkundlichen Standpunkt aus zu würdigen wäre.

Wenn wir sagen, dass Sie Ihren Mann stellen, so meinen wir, dass Sie im Gegensatz zu andern Berufserbinnen eine standesgemässe Emanzipation pflegen. Frei von jeder Witterung der Boulevardpresse bleiben Sie Ihrer Berufung zur höheren Tochter treu. Sie befassen sich niemals mit unklaren oder niederen Geschäften. Sie bewiesen den Sinn fürs praktische Durchgreifen stets dort, wo sich der Mann, den Sie stellen, befand: auf dem Parkett der Musik. Als dort schillernde Machtverhältnisse eintraten, zum Beispiel an den Luzerner Musikfestwochen, deren Gönnerin Sie jahrelang waren, räumten Sie zusammen mit den Dirigenten Paul Sacher und Rolf Liebermann das Feld, ich meine, das Parkett. Denn ein Mann namens Troller versuchte damals, Musikfestwochen, deren eigentliche Aufgabe doch die Pflege des Genusses an sich ist, unnötig mit Musik aufzustocken. Durch den jährlichen Gönnerbeitrag von Fr. 5000.- und eine Beteiligung an der Defizitgarantie hatten Sie mit dem Verein der Freunde der «Internationalen Musikfestwochen Luzern» (IMFL) berühmten Musikern ermöglicht, vor einem Publikum Ihres Clans und Ihrer Firmendirektoren zu spielen. Als einzige IMFL-Gönnerin besetzten Sie den ersten Rang nicht nur an den Konzerten, sondern auch an den Hauptproben, sassen in der vierten Reihe im leeren Saal und lauschten der musikalischen Vollendungsarbeit. Die Orchestermusiker hatten wenig Verständnis für Ihren demonstrativen Kunstgenuss. Aber darf man das von Leuten, die nichts von Festivals, sondern nur von Musik verstehen, überhaupt verlangen?

Ihr ausserordentlich traditioneller Kunstsinn weiss stets das Schöne vom Guten und Wahren zu trennen. So tauschten Sie nach dem Tod Ihres Vaters einen <Juan Gris>, einen <Braque> und einen <Picasso>, diese Kubisten seiner Sammlung, gegen einen Sonnenuntergang von Claude Lorrain ein. Eine Tat von echter Konvention, wie sie heute nur noch selten vorkommt. Sie luden den Star-Dirigenten Sir John Barbirolli zum Gala-Diner ein, und da wagte an diesem Anlass ein Ketzer, das Ende des Beethoven-Zeitalters in Aussicht zu stellen und an die unruhige Jugend in der Welt zu erinnern. Sie waren konsterniert, erschüttert, ja, ein Entsetzen packte Sie beim Gedanken an die Apokalypse des Unvergänglichen. Das war in den politisch abstrusen Sechzigerjahren gewesen, und Sie fassten sich wieder.

Das Schöne, das Gute, das Wahre: diesen Goetheschen Geist pflegt Ihre Familie mit einer gleichnamigen Stiftung, die Kulturschaffende, welche Autoren Ihres Verlages sind und Goethe verehren, mit einem Preis von Fr. 10’000.- würdigt, zum Beispiel den emeritierten Literaturprofessor Emil Staiger. In einer Zeit der zerfallenden Werte und des fortschreitenden Spezialistentums zeigen Sie der Welt, dass Kultur unteilbar ist. Anders formuliert : wer hat, dem wird gegeben.

Das ist auch die Devise der nach dem Tod Ihres Gatten Geza Anda gegründeten Geza Anda-Stiftung, die Nachwuchstalente anlässlich eines Piano-Wettbewerbs mit Fr. 20’000.- auszeichnet. Und es kommt nicht von ungefähr, dass auf dem Gebiet der Musik, IHREM Gebiet, Ihre Preispolitik so virtuos ist, dass die preisgekrönten Klavierschüler möglicherweise bereits international ausgebuchte Koryphäen sind, die keine Zeit haben, Ihren Preis persönlich in Empfang zu nehmen. Das macht nichts. Das bestätigt Ihren Leitsatz nur aufs Schönste: Kultur ist unteilbar.

Damit sie unteilbar bleibt, muss sie auf dem Boden der Landesverteidigung gedeihen, womit sich versteht, dass im Bührleschen Stiftungsrat zur Förderung des Schweizer Schrifttums, gegr. 1943, ein Militärfachmann sitzen muss, der zugleich das wohl berühmteste Stück Literatur verfasste, das die Schweiz der Sechzigerjahre hervorgebracht hat: Maurice Zermatten, Autor des Zivilverteidigungsbüchleins. Die Dialektik von Krieg und Kultur hat man diesem verdienten Manne schlecht gelohnt: er wurde als Präsident des schweizerischen Schriftstellervereins abgesetzt.

Sie aber ehren sein Vermächtnis. Stets finden Sie den richtigen waffengestählten Ton. Unvergleichlich Ihr Satz, den Sie 1959 prägten: «Aus dem Riemenschneider (wertvolles Stück der Sammlg. Stiftung E. G. Bührle) schöpf ich Kraft, mein Schwert am nächsten Tag neu zu schwingen.» Das Kraftvolle des Ausdrucks widerhallt aus Ihrer Umgebung: so werden Sie von nahen Verwandten fast zärtlich «musikalische Dampfwalze» genannt.

Ihre Privatsekretärinnen «wollen Ihnen nicht in den Rücken fallen», auch Jahre, nachdem sie den Dienst quittierten. Sie erkundigen sich erst bei der ehemaligen Chefin, der sie 21 Jahre gedient haben, ob sie sagen dürfen, sie hätten das gern getan. (Sie haben es gern getan.)

Die Aristokratin des Herzens, die Sie sind, schimmert aus dieser Verlautbarung Ihrer verflossenen dienstbaren Geister im Altersheim. Noch jetzt, im ausgehenden 20. Jahrhundert, haben Sie höfische Vasallinnen, die das aussprechen, was Ihnendie Etikette zu sagen verbietet: Sie tun so vieles, was keiner weiss. Diese Frauen Ihres Hofstaates sind von echtem Schrot und Korn, lüften das Klischee tüchtig aus: die Mär vom leichten Leben der Berufserbin, vom dolce far niente der Multimillionärin. Wenn diese Frauen Ihre Koffer packen, immer wieder aufs Neue, wenn sie sehen, wie Sie als Berufserbin nach Italien hetzen, von Italien nach London hasten und von London nach Übersee fliegen, wo Sie höchstens 10 Tage bleiben können, so erkennen diese Frauen tief, dass Ihnen das Elementarste zu einem menschenwürdigen Leben fehlt: Eine Bleibe, eine Heimstatt.

Sie sagen das so: «Ein Armer lebt besser als sie (Sie), das ist nicht, wie sich das der Bünzli vorstellt, schliesslich geht der ja auch in die Ferien. Sie muss ja Angst haben um Ihr Leben, wo sie soviel Gutes tut, die Frau Anda, und sie will im Hintergrund bleiben, sonst bekommt sie nur Bettelbriefe.» Ein Hofberichterstatter drückt das anders aus. Er vermag das auszusprechen, was wir alle nur ahnen können: «Frau Anda versucht wie viele andere Frauen, ihr Leben im Gleichgewicht zwischen den Pflichten des Berufes und den Aufgaben der Mutter zu halten …»

«Ich frage nicht lange», so sagten Sie einmal selbst, verehrte Jubilarin, «man soll sich den Kopf nicht allzusehr zerbrechen, sondern einfach das Nächstliegende tun. Schließlich sind wir auf der Welt, um Probleme zu lösen.» Es ist uns, sehr Verehrte, ein Bedürfnis, Ihre Lauterkeit mit Ihren eigenen Worten auszumalen, die Unzimperlichkeit Ihrer Gesinnung, einfach zu leben und zu denken. Wie andere Erbinnen auch tragen Sie einreihige Ketten zum täglichen Einerlei und lassen sich von einem mittleren Schneider wie Oscar Rom im Seefeld einkleiden. Von Ihren Geschäftsreisen nach Italien, nach London und nach Amerika, erholen Sie sich dann nicht etwa, wie sich der Laie denkt, in Italien, in London oder in Amerika, sondern Sie machen Urlaub in St. Anton in Arlberg, im eigenen Haus.

Wir dürfen ebensowenig annehmen, dass Sie, wie das Vorurteil will, bloss mit Ihren Stiftungsräten speisen, die wie Thomas Wagner oder Sigmund Widmer, auch Stadträte sind oder ehemalige Bankdirektoren wie Alfred Schäfer, sondern wir wissen, dass Sie auch mit einfachen Warenhäuslern, ja sogar mit Künstler-Volk essen, Film-Artisten von der Condor-Film und Steuerakrobaten wie dem Mumenthaler Carletto, der das Kunststück vollbrachte, noch nach seiner Pensionierung als Generaldirektor der Zürcher Ziegeleien ein Einkommen zu haben, und es einige Jahre nicht zu versteuern, obschon es sich auf wundersame Weise um 4 Millionen vermehrte.

Wir kommen zur Kernfrage unserer Laudatio: wie Sie, verehrte Jubilarin, überhaupt möglich sind. Sie sind, vergleichend in Ihrer Sparte betrachtet, ein anthropologisches Phänomen. Obschon Sie zum Beispiel den zweithöchsten Posten innerhalb eines Mammutkonzerns bekleiden, nämlich Verwaltungsrats-Vicepräsidentin der Bührle-Holding sind, haben Sie nichts zu sagen, zumindest im Betrieb. Sie sind eine Neureiche der zweiten Generation und führen ein Haus, pflegen einen Stil wie eine späte Aristokratin. Aber Sie denken dabei nicht etwa blaublütig, sondern durchaus bürgerlich, entwickeln geradezu soziale Neigungen, wenn man bedenkt, dass Sie 1964 nicht standesgemäss den schönen Karl Brunner, Oberstdivisionär, der ins Geschäft Ihres Vaters eintrat, zum Manne nahmen, sondern einen Flüchtling aus Ungarn. Und trotz internationalem, wenn nicht multinationalem Horizont, sind Sie, verehrte Bührle-Hauptaktionärin, eine Einheimische, eine Hiesige in höchstem Grad geblieben. Aber im Unterschied zu denen, die das Geld, das sie nicht haben, ausgeben, geben Sie das Geld, dass Sie haben, nicht aus.

Eine Christkatholikin in einer protestantischen Stadt darf vielleicht nicht mit ihrem Geld verfahren, als wär’s ein goldenes Kalb, und so gehen Sie lustlos damit um, kleinmütig, fast so, alsschämten Sie sich eines Reichtums, der doch nicht gestohlen ist, sondern ehrbar ererbt.

Die gewisse Trauer, die auf Ihrer stillen Vita liegt, mag nicht nur daherrühren, verehrte Jubilarin, dass Ihr Gatte Geza Anda früh verstarb. Geld macht umgänglich, viel Geld, wie man weiss, macht einsam. Die Angst, dass alles für den Superreichen käuflich sei, trennt ihn als Mensch vom Menschen, macht das Menschliche an ihm so schwer erfahrbar. Wie ahnen: in der Unentrinnbarkeit Ihrer Existenz als Berufserbin, der fast antike Tragik innewohnt, sind Sie exemplarisch.

Ein Blick auf Ihre Heiratsgeschichte bestätigt diese Vermutung. Es traf sich, dass Sie die Musik, die sie in ziviles Gelände lenken sollte, auch noch liebten. Die Musik vermochte Ihren Widerstand gegen die Ehe, den Sie für Ihre Kreise ungebührlich lange aufrechterhielten, zu brechen, und in die Arme eines Virtuosen zu treiben, nachdem Sie Jahre umsonst nach dem Unerreichbaren gestrebt hatten, wie auf andern Gebieten, auch in der Musik absolut.

Der Hang von Erbinnen zur Musik, denken wir an die Hoffmann- LaRoche Erbin Maya, die sich dem Dirigenten Paul Sacher verband, mag einen emanzipatorischen Grund haben. Wir neigen zum Glauben, dass Sie sich mit dieser Mesalliance, verehrte Bührle-Tochter, im Reich der Patriarchen ein Stück Autonomie erschliessen wollten. Von der Musik verstand der Alte nichts. Und was dem Sohn der Sport war, um aus dem Schussfeld des Vaters herauszufinden, das war Ihnen, der Tochter, die Musik.

Wir gingen, verehrte Jubilarin, von der Volksweisheit aus (vox populi vox dei), dass Geld allein nicht glücklich macht. Um die Frage, wie glücklich, das heisst in welchem Masse glücklich, ein Geld von Bührleschen Dimensionen macht, schlüssig zu beantworten, zitieren wir den französischen Ethnologen Claude Meillassoux («Die wilden Früchte der Frau»), der den Zusammenhang von Produktion und Reproduktion, also die spezielle Rolle der Frau in der häuslichen Produktion erforschte. Zum Thema «Zirkulation von Gattinnen und des Heiratsgutes» schreibt er: « … die heiratsfähigen Frauen werden im Rahmen ihrer verwandtschaftlichen Zugehörigkeit fungibel, d. h . sie verlieren in diesem Kreislauf einen Teil ihrer Identität. Die Gattin wird nicht aufgrund ihrer Eigenschaften auserkoren, sondern in Funktion einer Opportunität … die (sowohl) dem Netz der Bündnisse, in dem sich ihre Gemeinschaft befindet . . . entspringt.» (S. 79 ff.)

Diese Gesetzmässigkeit gilt nach Meillassoux in den Stammesgesellschaften der Jungsteinzeit. Ihre frappante Analogie der Gültigkeit für die neureiche Oberschicht des fortschreitenden Atomzeitalters erlaubt uns folgende ethnologische These: je begüterter ein Verwandtschaftssystem, desto konservativer und statischer seine Sozialstruktur.

Wir haben, verehrte Erbin, damit nachgewiesen, dass Sie, wie wir eingangs sagten, zeitlos sind. Sie sind, wie wir jetzt wissen, eine Art zivilisatorische Konstante seit schätzungsweise 6000 Jahren. Was Sie für ein Mensch sind, braucht uns deshalb als historisch zu vernachlässigendes Detail nicht mehr zu interessieren. Dass wird daraus zugleich das Ausmass Ihres Unglücks als wissenschaftliches Axiom ablesen, verehrte Jubilarin, das macht uns traurig.

Liebe Multimillionärin, Sie leben Ihr Leben als Erbin, wie wir nachwiesen, trotz der Last von Jahrtausenden unter dem ehernen Gesetz des Mammons. Wie aber ist es möglich, neben dieser ausserordentlichen zivilisatorischen Leistung eine Frau wie andere auch zu bleiben? Im Unterschied zum Beruf der Mäzenin, der mit dem Beruf der Erbin häufig verwechselt wird, kennt der zweite einen 24-Stundentag und weder freie Tage noch Ferien. Während die Mäzenin Kunst finanziell fördert und sammelt, besteht die Aufgabe der Erbin darin, die Kunst, die sie geerbt hat, verwalten zu lassen, eine Arbeit, die ungleich mehr Toleranz voraussetzt. So handelt es sich bei Frauen wie etwa Katharina de Medici, Katharina der Grossen und Peggy Guggenheim um gewöhnliche Mäzeninnen, während Sie eine der letzten reinen Erbinnen sind.

Die Hauptfunktion der Erbin besteht darin, ein Vermögen verwalten zu lassen, das sich unaufhörlich von selbst vermehrt. Wer schon einmal auf einer Kaninchenfarm gearbeitet hat, wer je ein Wespennest auszurotten versuchte, der weiss, was das bedeutet. Nicht unbedingt ist das Produkt der Vermehrung ein gefälliges Produkt. Es kann, wie in unserm Fall, vorkommen, dass der Erbin das Erbe gar nicht in allen Details gefällt. Was aber ist schwieriger, als ein Leben lang der Verderbtheit von Picassos, Dufys, Cezannes, Gauguins, Renoirs, Degas’, Van Goghs und erst Toulouse Lautrec’s ausgesetzt zu sein, die das gesunde Weltbild trüben? Verehrte Jubilarin, Sie haben den besten Weg gewählt, dieses heikle Problem zu lösen, und in der Schweiz kann der beste Weg nur der Mittelweg sein. Sie haben das Private gerade so öffentlich gemacht, dass es noch klar als privat zu erkennen ist: In der Intimsphäre der grosselterlichen Villa mütterlicherseits, an der Zürcher Zollikerstr. (Eintritt Fr. 5.50) gelingt es, all den Meisterwerken den musealen Charakter zu nehmen, der ihnen in einem staatlichen Museum unverweigerlich gedroht hätte. Zudem ist nicht mit Sicherheit festzustellen, ob es sich bei jenem Drittel der Sammlung E. G. Bührle, das Sie dem Kunsthaus schenkten, überhaupt noch um Kunst handelt. Denn kein geringerer als der damalige Bundesrat Philipp Etter, ein Jagdkamerad Ihres Vaters, hat das Kunsthaus mit einer« geistigen Waffenschmiede» verglichen. «Was Emil Bührle dem Zürcher Kunsthaus schenkte», schrieb er in der Festschrift zur Übergabe der Sammlung anno 1958, «ist die Vergeistigung des Wirtschaftlichen.»

Eine Voraussetzung zum schweren Beruf der Erbin ist das patenschaftliche Denken, nicht zu verwechseln mit dem partnerschaftlichen Denken. Diese Qualitäten sollten in gesunder Bergluft geschult werden. Das hochalpine Töchterinstitut Fetan, Engadin, erzieht für 20’000 Fr. Schulgeld pro Jahr höhere Töchter zu nützlichen Mitgliedern der besseren Gesellschaft. Wo Berge sich erheben, da entsteht nicht nur «das Gefühl des Emporgehobenseins durch Besitz», das der amerikanische Kunstsammler Thomson für Erbinnen von Kunst für unerlässlich hält, sondern auch die erforderliche eiserne Konstitution. Aufs Beste gedeiht in Fetan das patenschaftliche Denken, denn im Prospekt lesen wir: «Neue und junge Schülerinnen werden von älteren durch eine Patenschaft bei Ihrem Eintritt in die Internatsgemeinschaft eingeführt und auch später … betreut. Auf diese Weise kann sich jedes Mädchen in die Gemeinschaft eingliedern und sich darin wohlfühlen.»

Ein besonderes Anliegen ist laut Prospekt in Fetan die musische Erziehung, und wir brauchen Sie, verehrte Fetan-Absolventin, nicht mehr zu fragen, woher Ihre phänomenale Gabe des Bilderhängens (das Teuerste immer zuvorderst) stammt: «Zum zweiten müssen die Schülerinnen zu selbständigem Handeln und Denken erzogen werden. So kann zum Beispiel jedes Mädchen sein Internatszimmer selber gestalten.»

Es muss hier einmal in aller Form betont werden, dass das patenschaftliche Denken nichts zu tun hat mit dem in der Politik grassierenden sogenannten Lobbyismus, der ein rein mittelständisches Phänomen darstellt. Eine Lobby haben auserwählte Kreise wie die ihren, verehrte Erbin, gar nicht nötig, denn Sie sind ja bereits unter sich, wenn die Entscheide fallen.

Im intimen Rahmen der Beschlussfassung, sei sie wirtschaftlicher oder kultureller Natur, wobei nach Alt-Bundesrat Etter das eine immer «das Gegengewicht zum andern» ist, darf nun Ihr Sohn als Erbe heranwachsen. Es heisst, dass er in der für Kinder so wichtigen patenschaftlichen Nestwärme bereits das technische Geschick des Grossvaters Bührle entfalte, Ihr 11jähriger Gratian Bela. Womit wir abschliessend bemerken, dass die Storchengasse im Bührle-Besitz Früchte trägt und wir jetzt, da Sie, verehrte Erbin, daran sind, weiter unten das Haus der Firma Samen Mauser & Co, zu erwerben, der Hoffnung Ausdruck verleihen, diese Saat gehe auf.

(Direkte Rede, kursiv = Originalzitate)

(1981)

Aus: Isolde Schaad, Die Zürcher Constipation ©by Limmat Verlag, Zürich

 

«Schreiben ist mein Element»

Der Frühling hatte es in sich. Im März ist Isolde Schaads neuester Erzählband mit dem Titel «Am Äquator» erschienen, an der Leipziger Buchmesse stellte sie das Buch bereits einem internationalen Publikum vor, dann, ebenfalls im März, wurde sie für ihr literarisches und publizistisches Werk mit der Goldenen Ehrenmedaille des Kantons Zürich ausgezeichnet, und eben erst, Anfang Juni, hat sie ihr Buch an den Solothurner Literaturtagen präsentiert. Isolde Schaad ist Schriftstellerin aus Leidenschaft. Schreiben ist ihr Element. Oder wie sie es sagt: «Schreiben ist mein Medium, ich geniesse es, mit Sprache Bilder und eine ganze Welt zu erschaffen.»

Rund um den Bauch

Schreiben ist aber für Isolde Schaad auch knochenharte Arbeit. Schreiben ist ein Metier, es ist keine «l’art pour l’art». Mit dem Schreiben will sie den Dingen auf den Grund gehen. Zuerst ist da eine Idee, ein Stoff, der sie interessiert. Dann sammelt sie Material dazu, sie recherchiert in der Literatur, im Internet und sie forscht dort, wo das Leben stattfindet. Ausgangspunkt ihres aktuellen Buches «Am Äquator» war die Restauration des Bildes «Die Wahrheit» von Ferdinand Hodler im Kunsthaus. Auf dem Bauch auf einem rollenden Holzgerüst liegend wurde das darunterliegende Bild, das eine ausgemergelte, nackte junge Frau zeigt, von der Restauratorin von Schmutz und Staub befreit. Da lag also Bauch auf Bauch, das ergab die Inspiration zur Geschichte «Erhöhte Temperatur», in der ein älterer frustrierter Restaurator sich in einen Mädchenakt verguckt. Von da an sah Isolde Schaad überall Bäuche, im Schwimmbad fielen ihr besonders die Neun-Monatsbäuche der Schwangeren auf. Die Augenjagd hatte begonnen und so entwickelte sich das Thema Bauch weiter, auch geografisch: Ihr Erzählband trug nun den Untertitel «Die Ausweitung der Gürtellinie in unerforschte Gebiete».

Ist das Material beisammen, wird es gesichtet und ausgewählt. Isolde Schaad: «Der Auswahlprozess ist vergleichbar mit einer Skulptur, die man aus einem Marmorblock Schicht um Schicht herausarbeitet.» Danach legt sie das Material beiseite und schreibt sich frei. Erst am Schluss folgt das Dessert des ganzen Schreibprozesses: die Feinarbeit am Text.

Ein Oeuvre aus 30 Jahren

1984 ist ihr erstes Buch «Knowhow am Kilimandscharo» erschienen, mit dem sie vor allem in der Schweizer Entwicklungshilfeszene für Aufruhr sorgte, weil sie deren Arbeit in Ostafrika mit viel Sprachwitz und genauer Beobachtung kritisch unter die Lupe nahm. Die Literaturkritik war von ihrem Buch sehr angetan. Damit war für Isolde Schaad klar: sie wählte den unbequemen, wirtschaftlich risikoreichen Weg einer freien Schriftstellerin. Bis heute hat sie es nicht bereut. Ihr Oeuvre ist umfangreich (einzig aus Platzgründen empfehlen wir am Schluss des Artikels nur drei ihrer Bücher), die Liste der Auszeichnungen ebenso.

In Wipkingen zuhause

Isolde Schaad, 1944 in Schaffhausen geboren, lebt seit 1967 in der Stadt Zürich und seit 1979 in Wipkingen, wo sie in der selbst verwalteten Wohnbaugenossenschaft Neuland, die sie mitbegründet hat, mit 15 weiteren Genossenschaftern und Genossenschafterinnen und deren Nachwuchs wohnt. «Diese Wohnform ist ideal für freie Kulturschaffende, Intellektuelle und selbständige Gewerbler, also für Leute mit kleinem Einkommen,» sagt sie. Die Wohnungen seien bezahlbar, sie richteten sich nach der Kostenmiete: «Wir entscheiden unseren Mietzins selber. Allerdings muss man in dieser Wohnform tolerant und sozial sein: Wir haben in unserer Genossenschaft viele Konflikte erfolgreich bewältigt.» An Wipkingen gefällt ihr die zentrale und urbane Lage, die Nähe zur Bahn und vor allem die Nähe zur Limmat. Im Sommer locken die beiden Badis Oberer und Unterer Letten, in der sich das Thema Bauch und weiterer Stoff für den Erzählband herauskristallisierte, im Winter war es früher die Buchhandlung «Am Rand» in der Nähe des Röschibachplatzes. Leider sei die Buchhandlung aber geschlossen worden. Wenn sie denn einen Wunsch offen hätte, so Isolde Schaad, würde sie sich eine Buchhandlung am neu gestalteten Röschibachplatz wünschen – ein Ort für Literatur in Wipkingen.

Judith Stofer

Literaturtipps:
  • Isolde Schaad, Am Äquator. Die Ausweitung der Gürtellinie in unerforschte Gebiete, Erzählungen, Limmat Verlag, Zürich 2014. Geschichten, die direkt in den Bauch gehen. Lustvoll, humorvoll und tiefgründig erzählt.
  • Anlässlich des 70. Geburtstags von Isolde Schaad am 9. Oktober 2014 hat der Limmat Verlag ihen Roman «Robinson und Julia» als Hörbuch verlegt. Gelesen wird die Hörbuchfassung vom österreichischen Schauspieler Wolfram Berger: ein Genuss pur!
  • Isolde Schaad, Die Zürcher Constipation. Texte aus der extremen Mitte des Wohlstands, Limmat Verlag, Zürich 1986. Die besten Geschichten zu und über Zürich – immer wieder gerne gelesen.
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