Wie der Westen seine Zukunft verspielt

Das gefährliche Spiel mit der Bombe

Mana Neyestani
Zeichnung: Mana Neyestani

Den Iran anzugreifen: dies wäre der eine Krieg zu viel. Nahost-Experte Michael Lüders ist sich sicher, dass selbst unsere düstersten Phantasien nicht ausreichen würden, um sich die Folgen eines Angriffes ausmalen zu können. Die Folgen wären katastrophal – auch für die Schweiz. Ein Gespräch mit dem Nahost-Experten Michael Lüders, Autor des Sachbuchs «Iran: Der falsche Krieg», erschienen im C.H. Beck Verlag.

Iran werde in kürzester Zeit im Besitz einer Atombombe sein: Alle paar Wochen und Monate ereilt uns diese Nachricht. Allerdings: Es gibt – wie damals beim Irak – weiterhin keine handfesten Beweise und die iranische Regierung hat mehrfach beteuert, dass sie keine Atombombe bauen würde.

– Wie schätzen Sie die Lage ein? – Worum geht es im Atomstreit?

Michael Lüders: Zunächst einmal muss man klar und deutlich sagen, dass es keine belastbaren Belege gibt, dass der Iran zum jetzigen Zeitpunkt an einer Atombombe bauen würde. Es gibt keinen einzigen IAEA-Bericht, aus dem dies hervorginge.

Die Strategie der iranischen Führung ist wahrscheinlich folgende: Sie hat ein Interesse daran, sich das Knowhow für den Bau einer Atombombe anzueignen, für den Fall, dass sie angegriffen werden. Aber selbst wenn die Regierung das theoretische Wissen hat, ist es noch ein langer Weg bis zum Bau einer Atombombe.

Und da die IAEA-Inspektionen im Iran durchaus effizient sind und zudem Tausende von russischen Wissenschaftlern, welche die iranische Atomindustrie am Leben erhalten, würde der Versuch des Irans, nach der Atombombe zu streben, nicht unentdeckt bleiben. – Das grundsätzliche Problem ist ja, dass der Iran tatsächlich allen Grund hat, sich zu sorgen, dass er von aussen angegriffen wird. Im Grunde genommen gibt es kein Land der Welt, das mehr Anlass hätte, sich die Atombombe zu besorgen, als der Iran. Trotzdem hat er es bislang nicht getan.

Iran wird jedoch vorgeworfen, sich nicht an das NPT-Abkommen, den sogenannten Nichtverbreitungs-Vertrag zu halten und sich von den IAEA-Inspektoren nicht in die Karten schauen zu lassen. – Jede Seite wirft der anderen vor, nicht ganz bei der Wahrheit zu bleiben. –Wer lügt?

Michael Lüders: Ich glaube, dass sich beide Seiten nichts schenken. Das grundsätzliche Problem der IAEA-Inspektionen ist, dass man alles oder nichts in sie hinein interpretieren kann. Ich darf daran erinnern, dass IAEA-Inspektoren über Jahre hinweg im Irak nach Massenvernichtungswaffen gesucht und nichts gefunden haben. Daraus wurde in den USA nicht der Schluss gezogen, dass es im Irak keine Massenvernichtungswaffen gibt, sondern man hat trotzdem den Krieg gegen Sadam Hussein geführt.

Aber der Vorwurf steht im Raum, Iran würde den IAEA-Inspektoren keine volle Einsicht gewähren.

Michael Lüders: Die Iraner verweigern den Zugang zu ihren Militäranlagen. Darum wird ihnen vorgeworfen, sie würden nicht kooperieren. Nur: Würde der Iran den IAEA-Inspektoren den Zugang zu den Militäranlagen gewähren, würden diese Erkenntnisse in Wien Israel und den USA zu Verfügung gestellt. Es ist also nachvollziehbar, dass dies der Iran nicht will. Es ist das Dilemma, dass man mit diesen Inspektionen alles beweisen kann oder nichts.

Es waren ja Deutschland mit Siemens und die USA, die in den 1970er Jahren überhaupt die Grundlagen für die Atomindustrie im Iran legten – also genau für das, was heute von denselben Ländern hart kritisiert wird. Wie sehen Sie diesen Umstand?

Michael Lüders: Die Atomindustrie im Iran begann – man kann das ziemlich genau datieren – im Jahr 1975. Mit amerikanischer Unterstützung hatte der damalige Schah von Persien den Einstieg in die Atomenergie gesucht, und dies vor allem mit Hilfe deutscher Firmen, ja, allen voran mit Siemens. Die iranische Revolution von 1979 beendete diese Zusammenarbeit. Die neue iranische Führung betrieb eine stark antiwestlich geprägte Politik. Die Russen haben diese Lücke gefüllt und haben den Atomreaktor bei der Stadt Busher am Persischen Golf zu Ende gebaut. Es ist dies der erste Atomreaktor im Iran, der seit 2011 voll funktionstüchtig ist – fertig gestellt von russischen Ingenieuren.

Der Schah war pro-westlich und wurde darum bedient, das heutige Regime ist anti-westlich und wird darum boykottiert und dämonisiert? Kann man das so vereinfacht auf den Nenner bringen?

Michael Lüders: Das ist zugespitzt gesagt, aber im Kern läuft es darauf hinaus. Der Iran ist der einzig verbliebene Staat im Nahen und Mittleren Osten –abgesehen von Syrien und Baschar al Assad – der eine nicht pro-westliche Politik betreibt und deswegen im Visier westlicher Politik steht. Vor allem die USA und Israel sehen im Iran einen geostrategischen Rivalen, den sie nicht zu akzeptieren gewillt sind. – Es gäbe durchaus die Möglichkeit, den Konflikt auf diplomatisch-politischem Weg zu lösen, wenn man das denn wollte. Aber seit George W. Bush 2002 den Iran auf der Achse des Bösen verortet hat, geht im Umgang eigentlich nichts mehr. Es gibt eine Dämonisierung des Iran in der westlichen Politik, die dazu führt, dass jeder Kompromiss mit der iranischen Führung im Ruch des Appeasement steht.

Das bedeutet, der Westen will bewusst keine Verhandlungen mehr?

Michael Lüders: Ja, und das ist eine wirklich verheerende Situation. Wenn man nicht mehr miteinander redet, wenn man nicht an politischen Lösungen interessiert ist, dann bleibt am Ende nur der Krieg.

Um was geht es denn im Atomstreit wirklich?

Michael Lüders: Ungeachtet aller Sorgen mit Blick auf die Ausrichtung des iranischen Atomprogramms, muss man klar und deutlich sagen: Die Atomfrage ist auch ein Mittel zum Zweck. Es geht insbesondere darum,den Iran politisch und wirtschaftlich in die Enge zu drängen, mit dem Ziel einen Regimewechsel im Iran herbei zu führen.

Das ist ein sehr wichtiger Aspekt, der in der westlichen Betrachtung meist untergeht: Die Atomfrage ist ein Mittel zum Zweck, um den Iran als den grossen Gegenspieler der westlichen Staaten – aber auch von Israel – in der Region auszubremsen und ihm eben nicht eine Rolle als strategische Mittelmacht zuzuweisen oder diese anzuerkennen – eine solche aber strebt Teheran an.

Ein Regimewechsel im Iran, darin werden viele wahrscheinlich nichts Schlechtes sehen? Was ist daran auszusetzen, wenn der Westen, diesen „Schurkenstaat“, wie der Iran genannt wird, in die Knie zwingt?

Michael Lüders: Die Frage kann man legitimerweise stellen. Nur: Es gibt ein Völkerrecht. Wir können nicht derart auf andere Länder einwirken, auch wenn wir das gerne möchten. Auch wenn das iranische Regime ein unangenehmes ist, welches seine eigene Bevölkerung unterdrückt und in der Region viel Unfrieden stiftet, das ist unbestritten. Nichtsdestotrotz kann man nach Afghanistan und Irak nicht zum dritten Mal in 12 Jahren ein Land im Mittleren Osten angreifen und ernsthaft glauben, dass dieses ohne Konsequenzen für die Angreifer bliebe.

Dieser Krieg wird in seinen Folgen von den meisten westlichen Analysten unterschätzt. Sie glauben, dass das ein Krieg werde von einigen Wochen, so die Aussage des Israelischen Verteidigungsministeriums, maximal 500 Tote werde es in Isreal geben, dass ist alles pure Spekulation – und zudem zynisch. Ich glaube, dass ein Krieg gegen den Iran sich nicht in Wochen oder Monaten bemessen wird, sondern in Jahren, wenn nicht in Jahrzehnten.

Ein Krieg würde zu Situationen führen, wie in Afghanistan oder Irak?

Michael Lüders: Es käme schlimmer: Iran ist ein Staat, der grösser ist als Deutschland und Frankreich zusammen mit über 60 Millionen Einwohnern, mit einer 5000 Jahre altenKulturgeschichte. Ein Land, welches – und das sollte man sich wieder einmal in Erinnerung rufen – seit Hunderten von Jahren kein anderes Land angegriffen hat. Den Iran anzugreifen, das wäre der eine Krieg zu viel, damit würde der Westen, damit würde die USA ihre Kräfte überdehnen. Man muss sich immer vor Augen führen, dass es der Nato bzw. der internationalen Sicherheitsunterstrützungsgruppe ISAF seit 11 Jahren nicht gelingt, in Afghanistan die Taliban, eine Guerilla-Bewegung, Kalaschnikow-Krieger, militärisch zu besiegen.

In Israel wird dieser mögliche Angriff tagtäglich kontrovers diskutiert. Und obwohl die Auswirkungen so eines Angriffes verheerende Folgen haben werden, wie Sie sagen, sind im deutschsprachigen Raum warnende Stimmen bislang kaum Teil einer öffentlichen Debatte. –Warum sind die wenigen warnenden Stimmen hier kaum zu hören?

Michael Lüders: Ich glaube,dass es – zumindest gilt das für Deutschland – wesentlich damit zu tun hat, dass Kritik an dieser Politik gegenüber dem Iran, auch zwangsläufig Kritik an Israel beinhaltet. Denn dieser Krieg gegen den Iran – wenn er denn kommt – ist in erster Linie Israels Krieg. Die israelische Führung unter Netanyahu will diesen Krieg um jeden Preis.

Wir haben in Deutschland, aber auch in anderen westlichen Ländern, nicht die Tradition einer differenziertenrenden Betrachtung Israels. Kritik an Israel steht – vor allem in Deutschland auch andernorts – potentiell unter Antisemitismus-Verdacht, Kritik an Israel ist weder in der Publizistik noch in der Politik karriereförderlich. Vor diesem Hintergrund warten viele Beobachter, viele Journalisten erst einmal ab, wie sich die Dinge entwickeln, ohne sich zu weit nach vorne zu wagen. Mein Eindruck ist, dass in breiten Teilen der Medien die Bereitschaft nicht gegeben ist, Dinge kritisch zu hinterfragen und ihnen auf den Grund zu gehen, sondern, man belässt es bei einer emotionalisierten Berichterstattung, vor allem nimmt man Teil an der Dämonisierung des Iran. Natürlich macht die dortige Führung alles, dass man auch einen Grund hat, diese Führung nicht zu mögen – es sind keine Sympathieträger, die in Teheran an der Macht sind. Das darf Journalisten aber nicht davon abhalten, hinter die Kulissen zu schauen und zu erkennen, wenn eine Politik falsch ist.

Wir erinnern uns: Günter Grass hat im April 2012 eine sehr klare Warnung ausgesprochen vor dem möglichen Angriff von Israel auf den Iran. Mit dem Ergebnis, dass er über Tage hinweg regelrecht medial hingerichtet wurde in der Öffentlichkeit.

Man hat sich nicht mit seinen Argumenten auseinandergesetzt, sondern ihm unterstellt, noch immer nazistischem Gedankengut verhaftet zu sein. – Auf diesem Niveau kann man nicht wirklich sachlich diskutieren. Es ist falsch, immer nur mit Blick auf die Vergangenheit, die Gegenwart rechtfertigen zu wollen. Es gibt ja auch in Israel sehr, sehr viele Menschen, die diesen Krieg nicht wollen und die mit Sorge sehen, was da auf sie zukommen könnte.

Es wäre nach meinem Empfinden sinnvoller, differenzierender die Dinge zu betrachten und vor allem nicht, wie das Regierungen im Westen oder die Bundesregierung in Berlin tut, ohne Wenn und Aber Beistandsgarantien zu geben. Ich sehe keinen Grund, dass Deutschland, oder irgendein anderes westliches Land einen Grund hätte, Israel zu unterstützen, für den Fall, dass die israelische Regierung einen völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran beginnt. – Im Gegenteil, dann wäre es ein Gebot der Vernunft, alle Formen des Drucks auszuüben, damit dieser Krieg so schnell wie möglich beendet wird.

Zwei Rechts-Professoren der Universität in Tel Aviv haben das dieser dieser Tage versucht und zusammen mit 400 Mitunterzeichnenden die israelischen Militär-Piloten aufgefordert, einen allfälligen Befehl, den Iran zu bombardieren, zu verweigern.Wie sehen Sie die Pro- und Contra-Koalitionen in Israel?

Michael Lüders: In Israel wird das Thema Krieg gegen den Iran sehr kontrovers diskutiert. Es gibt verschiedene Positionen. Die Mehrheitsmeinung der israelischen Gesellschaft besagt, dass man im Prinzip nicht gegen einen Angriff auf Iran ist, aber dass man diesen Angriff nur gemeinsam mit den USAunternimmt, und nicht im Alleingang. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Intellektuelle und Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens, welche sich grundsätzlich gegen einen Militärschlag aussprechen.

Gideon Levi, einer der scharfzüngigsten Leitartikler der Zeitung Haaretz, bescheinigte Israels Premierminister Netanyahu, ein „messianisch aufgeladener, grössenwahnsinniger Kriegstreiber“ zu sein. Das sind harte Worte, aber viele analysierende Israelis sehen Netanyu als einen irrationalen Akteur. Allerdings hat er die Mehrheit der Bevölkerung politisch hinter sich. – Israel ist seit der Ermordung von Jitzchak Rabin im November 1995 sehr stark nach rechts gerutscht. Die Regierung wird getragen von Ultra-Nationalisten und Ultra-Orthodoxen und dieses Milieu interessiert wenig, was besorgte Stimmen, wie die von David Grossmann oder anderen israelischen Schriftstellern in dieser Angelegenheit zu Protokoll geben.

Die Weltöffentlichkeit scheint entweder bewusstlos oder offenen Auges auf einen Krieg zuzusteuern, dessen Folgen nicht nur nicht absehbar sind, sondern katastrophal sein werden könnten?

Michael Lüders: So kann man das in der Tat sehen. Vor allem würde dieser Konflikt sehr schnell internationalisiert werden.

Die Welt steht quasi vor einem Abgrund?

Michael Lüders: Wenn es zu einem Krieg kommt gegen den Iran, vermag niemand vorauszusagen, was im Einzelnen an Reaktionen passiert. Aber ich fürchte, dass selbst unsere düstersten Phantasien nicht ausreichen, um uns vorzustellen, was uns dann erwartet. Ich vergleiche das mit einer chemischen Kettenreaktion: Die ist nicht mehr aufzuhalten. Nicht von den USA, nicht von der UNO, nicht vom Iran und am allerwenigsten von Israel.

Wenn es zu einem Krieg kommt, gegen den Iran, dann wird sich möglicherweise wird sich folgende Frontstellung ergeben: Die westlichen Staaten, allen voran die USA, aber auch Deutschland, möglicherweise sogar die Nato werden sich auf Seiten Israels positionieren und Russland, wie auch China werden sich unmissverständlich hinter Teheran stellen. Und das ist in der Tat ein sehr bedrohliches Szenario, denn da ist sehr viel Eskalationspotential enthalten, es wäre dann, wie ich meine, die gefährlichste Konstellation der Weltpolitik, seit der Kuba-Raketen-Krise 1962.

Wer oder was könnte das Ruder noch herumreissen?

Michael Lüders: Es gäbe natürlich die Möglichkeit, Druck aufzubauen. Würden westliche Staaten undRegierungen Israel unmissverständlich signalisieren, dass man für den Fall eines israelischen Angriffs auf den Iran, eines völkerrechtswidrigen Angriffs, die diplomatischen Beziehungen suspendieren würde. Dass man sich in keiner Weise daran beteiligen würde, dann wäre das eine klare Aussage.

Nun ist es aber politisch völlig undenkbar, dass eine westliche Regierung, geschweige denn die deutsche eine solche Position einnehmen würde. Also belässt man es beim Schweigen, bis es zu spät ist. Und muss dann plötzlich handeln. Der Irrglaube, man führe ein paar Wochen Krieg und dann sei die Causa Iran erledigt, das ist Wunschdenken,purer Unfug und zudem fahrlässig.

Man darf nicht vergessen, dass der Iran im Grunde genommen seit 10 Jahren, seit der Verortung auf der Achse des Bösen, sehr genau weiss, dass er angegriffen werden könnte. Man kann von dieser politischen Führung halten was man will, aber dumm istsie nicht. Sie istsind gewappnet und sie wird reagieren – und zwar asymmetrisch. Der Iran ist dem Westen unterlegen, aber dementsprechend bereitet man sich vor, den Krieg so zu führen, wie die Taliban das tun in Afghanistan.

Haben Sie keine Hoffnung, dass dieser Krieg noch zu verhindern ist?

Michael Lüders: Optimismus ist in diesem Falle nicht angebracht. Es geht hier nicht um die Frage, wird der Iran angegriffen oder nicht, sondern es geht um die Frage, wer greift wann zuerst an. estliche Politik wäre gut beraten, den Iran als einen politischen Akteur wahrzunehmen und mit ihm auf Augenhöhe zu verhandeln. Das ist der einzige Weg. Mit Drohung und Erpressung wird man nicht weiterkommen. Man kann das Land in Grund und Boden boykottieren und mit Wirtschaftssanktionen überziehen, aber dies wird die iranische Führung nicht von ihrem Kurs abbringen.

Was sollte uns in der Schweiz ein Krieg im Nahen Osten kümmern?

Michael Lüders: Nicht nur die Schweizer, alle Menschen im Westen, alle Menschen in Europa sind gefordert, sich mit diesem Konflikt auseinanderzusetzen, weil er uns alle betreffen wird, in unserem Alltag. In unseren beruflichen Perspektiven, in der Frage wie sich die Wirtschaft entwickelt in Europa und weltweit. Es gibt auch für einen neutralen Staat wie die Schweiz es ist, keine Insel der Glückseligen. Die Schweiz wird genau so betroffen sein, wie alle anderen Staaten in Europa auch. Nur wird es in der Schweiz wahrscheinlich keine Diskussion geben, ob Schweizer Soldaten an die Front geschickt werden sollen. Das ist der einzige Unterschied.

*IAEA: Internationale Atomenergie-Organisation

*ISAF: Internationale Sicherheits- und Aufbaumission unter Führung der NATO

«Iran: Der falsche Krieg. – Wie der Westen seine Zukunft verspielt» ISBN 978 3 406 64026 1/ Verlag C.H.Beck/ München 2012

Michael Lüders, geboren 1959 in Bremen, Studium der arabischen Literatur in Damaskus, der Islamwissenschaften, Politologie und Publizistik in Berlin. Promotion über das ägyptische Kino. Michael Lüders war lange Jahre Nahost-Korrespondent der Wochenzeitung «Die Zeit» und ist ein häufiger Experte bei deutschsprachigen Fernseh- und Radiostationen.

«Der Countdown läuft» – so titelt der Nahost-Experte Michael Lüders das erste Kapitel seines Buches «Iran: Der falsche Krieg». Im Untertitel thematisiert Lüders, was ein Angriff Israels auf den Iran für den Westen bedeuten könnte: «Wie der Westen seine Zukunft verspielt». Verfolgt man israelische Medien, meint man den Countdown tatsächlich zu hören. – Eine fundierte Analyse und gleichzeitig ein engagierter Apell an den Westen, sein Schweigen zu brechen.

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